Beschleunigtes Fachkräfteverfahren

Seit März 2023 gilt das neue Beschleunigte Fachkräfteverfahren. Es kann durch den zukünftigen Arbeitgeber mit einer Vollmacht seitens der Fachkraft bei der zuständigen Ausländerbehörde in Deutschland eingeleitet werden. Dies verkürzt die Dauer des Verwaltungsverfahrens bis zur Erteilung des Visums deutlich.

 

Vorgehensweise:

      • Vollmacht seitens der Fachkraft an den zukünftigen Arbeitgeber

 

      • Zwischen dem Unternehmen und der Ausländerbehörde muss eine Vereinbarung getroffen werden, die u.a. Bevollmächtigungen und Verpflichtungen des Arbeitgebers, der Fachkraft und der beteiligten Behörden (Ausländerbehörde, Bundesagentur für Arbeit, Anerkennungsstellen, Auslandsvertretung) sowie eine Beschreibung der Abläufe einschließlich der Beteiligten und der Fristen beinhaltet.

 

      • Die Ausländerbehörde berät den Arbeitgeber, unterstützt ihn, das Verfahren zur Anerkennung der ausländischen Qualifikation der Fachkraft durchzuführen. Die Ausländerbehörde holt auch die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit ein und prüft die ausländerrechtlichen Erteilungsvoraussetzungen. Die Anerkennungsstellen und die Bundesagentur für Arbeit müssen innerhalb bestimmter Fristen entscheiden.

 

      • Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, erteilt die Ausländerbehörde eine sogenannte Vorabzustimmung, die sie dem Arbeitgeber zur Weiterleitung an die Fachkraft zusendet.

 

      • Die ausländische Fachkraft bucht anschließend einen Termin bei der dt. Auslandsvertretung zur Beantragung des Visums, der innerhalb von 3 Wochen stattfindet. Bei diesem Termin muss das Original der Vorabzustimmung mit weiteren für den Visumsantrag nötigen Unterlagen vorgelegt werden.

 

      • Nachdem der vollständige Visumsantrag von der Fachkraft gestellt wurde, wird in der Regel innerhalb von weiteren 3 Wochen über diesen entschieden.

 

Die Gebühr für das beschleunigte Fachkräfteverfahren wird beim Abschluss der Vereinbarung mit der Ausländerbehörde erhoben und beträgt 411,- Euro. (wird vom zukünftigen Arbeitgeber bezahlt).

 

Du selbst musst die Visumsgebühren von 75,- Euro bezahlen sowie die Gebühren für die Anerkennung deiner Qualifikationen – die je nach Aufwand variieren.

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